Chronik

 

Chronik und Aktivitäten der Dorfgemeinschaft Voißel eV.

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Auf Grund der Tatsache der Veräußerung des ehemaligen Schulgebäudes und somit dem Verlust
 des einzigen Raumes dem bisher für Gemeinschaftsaufgaben aller Art zur Verfügung stand ,
und in Nörvenich eine Halle von der Bundeswehr erworben werden konnte,
 wurde am 7.Febuar 1974 eine Dorfgemeinschaft gegründet.

Zeitungsbericht vom 17.Januar 1975


Antrag der CDU-Fraktion auf Errichtung einer Dorfgemeinschaftshalle in Voißel
"Der Rat der Gemeinde Mechernich möge beschließen:

Die Dorfgemeinschaft Voißel erhält von dem Verkaufserlös für das ehemalige Schulgebäude in Voißel zum Aufbau einer Dorfgemeinschaftshalle einen Baukostenzuschuß,dessen Höhe durch die Ermittlungen des Amtes 60 festgestellt wird.

Begründung:
Durch den Verkauf des ehem. Schulgebäudes verliert die Bürgerschaft von Voißel den einzigen Raum, der bisher für Gemeinschaftsaufgaben aller Art zur Verfügung stand. Auf Grund dieser Tatsache, deren Auswirkungen von Verantwortung fühlenden Bürgern aus Voißel schon vor einiger Zeit erkannt wurden, hat die Bürgerschaft die Initiative ergriffen und am 7.2.1974 eine Dorfgemeinschaft gegründet. Diese Dorfgemeinschaft hat sich zum Ziel gesetzt, zur Erfüllung sämtlicher Gemeinschaftsaufgaben eine Dorfgemeinschaftshalle zu errichten.
Der Dorfgemeinschaft gelang es, aus Beständen der Bundeswehr auf dem Flugplatz in Nörvenich eine Halle aus Fertigbauteilen zu erwerben. Diese Halle wurde von der Dorfgemeinschaft fachgerecht abgebrochen, nach Voißel transportiert und hier trocken gelagert und aufbewahrt.Die Dorfgemeinschaft brachte durch ihren Vorsitzenden zum Ausdruck, daß sie die Halle in Eigenregie aufstellen und natürlich auch für die vielfältigen Gemeinschaftsaufgaben (also auch für Aufgaben der Gemeinde, des Kreises u ä) zur Verfügung stellen wolle.
In einem persönlichen Gespräch zwischen dem Verwaltungsleiter und Herrn Bürgermeister Giesen einerseits und Herrn Ortsbeauftragten Henk und Ratsherrn Tannhäuser andererseits wurde die Initiative der Dorfgemeinschaft Voißel begrüßt.
In diesem Gespräch kam aber auch zum Ausdruck, daß sich die Gemeinde Mechernich angesichts solcher Verantwortungs- und Opferbereitschaft der Bürger von Voißel verpflichtet fühle, auch ihren Anteil im Rahmen der vorhandenen Möglichkeiten zu leisten.
Von der Fixierung eines Zuschußbetrages haben wir abgesehen, weil die Dorfgemeinschaft Voißel nicht in der Lage ist, die effektiven Bau- und Materialkosten zu ermitteln. Aus diesem Grunde soll das Amt 60 die nötigen Feststellungen treffen bezw. Berechnungen anstellen damit der Rat der Gemeinde Mechernich dann über die Höhe des Zuschußbetrages entscheiden kann."

Stellungnahme der Verwaltung:
Der Verkauf des ehemaligen Schulgebäudes in Voißel ist noch nicht erfolgt.
Die Angelegenheit wurde verwaltungsseitig zurückgestellt, bis eindeutig geklärt ist,
ob angemessene Ersatzräume,
so wie beabsichtigt die Dorfgemeinschaftshalle zur Verfügung stehen.
Sollte dieses Vorhaben aus irgendwelchen Gründen scheitern,
sollte das Schulgebäude nicht veräußert werden,
sondern für die Dorfgemeinschaft erhalten bleiben und zur Verfügung stehen.
Die Verwaltung hat sich zunächst einmal um die Baugenehmigung für die Halle bemüht.
Diese ist mittlerweile erteilt worden, jedoch mit einer ganzen Reihe von Bedingungen und Auflagen,
 die mit sicherheit zu einer wesentlichen Verteuerung des Projekts führen.
Die Verwaltung läßt jetzt durch das Bauamt innerhalb unseres Hauses feststellen,
welche Kosten für die Materialaufwendungen entstehen werden,
die klar ausweist, was benötigt wird und welche Kosten der Gemeinde entstehen werden.
Dabei gehen wir davon aus,
daß sämtliche Arbeitsleistungen von der Dorfgemeinschaft geleistet bzw. finanziert werden.
So lautete ja auch das Ergebnis der verwaltungsseitigen Vorgespräche.
Die Aufwendungen für die Materialbestellung müssen in einem Nachtrag
zum Vermögenshaushalt erfaßt werden.
Die Finanzierung soll dann durch Vermögensumschichtung erfolgen.
 Es bleibt abzuwarten, ob hierzu die erforderliche aufsichtsbehörtliche Genehmigung erteilt wird.
Erst dann kann sich die Gemeinde verbindlich festlegen."
Nach eingehender Beratung fand die verwaltungsseitige Stellungnahme einstimmige Zustimmung.

 

Am 17.Juni 1975 wurde die Dorfgemeinschaft Voißel zum Zwecke der Förderung der Dorfgemeinschaft
durch gemeinsame Veranstaltungen in allen Lebensbereichen offizell gegründet.

Als Vorstand der Dorfgemeinschaft wurden folgende Persohnen gewählt:

1.Vorsitzender : Wilhelm Josef Henk
2.Vorsitzender : Wilhelm Greuel
Kassenwart : Hermann Kolvenbach
Kassierer : Johann Hirtz
Schriftführer : Josef Heiders

Es wurde weiter folgende Satzung beschlossen.

Satzung

§1

Der Verein führt den Namen:

Dorfgemeinschaft Voißel

mit dem Zusatz e.V. nach Eintragung in das Vereinsregister.
Sitz des Vereins ist Mechernich-Voißel.

§2

Zweck des Vereins

  1. Zweck des Vereins ist die Förderung der Dorfgemeinschaft durch gemeinsame Veranstaltungen in allen Lebensbereichen.
  2. Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne der Gemeinnützigkeitsverordnung vom 24.Dezember 1953.
    Etwaige Gewinne dürfen nur für die satzungsmässigen Zwecke verwendet werden.
    Die Mitglieder erhalten keine Gewinnanteile und in ihrer Eigenschaft als Mitglieder auch keine sonstigen Zuwendungen aus Mitteln des Vereins.
    Es darf keine Persohn durch Verwaltungsausgaben,die den Zwecken des Vereins fremd sind oder durch unverhältnismässig hohe Vergütung begünstigt werden.

§3

Mitgliedschaft

Der Verein umfast

  1. Aktive Mitglieder
  2. Inaktive Mitglieder.

Der Antrag auf Aufnahme in den Verein ist schriftlich an den Vorstand zu richten ,
der über die Aufnahme entscheidet.
Minderjährige bedürfen der Einverständniserklärung ihrer Eltern.
Jugendliche unter 14 Jahren können nicht in den Verein aufgenommen werden.
Jedes Mitglied kann unter Einhaltung einer Frist von einem Monat
 seinen Austritt schriftlich gegenüber dem Vorstand zum Ende eines Kalenderjahres erklären.
Ein Mitglied kann wegen vereinsschädigen Verhaltens durch den Vorstand
mit einfacher Mehrheit ausgeschlossen werden.

§4

Beiträge

Beiträge sind von der Mitgliederversammlung mit einfacher Mehrheit festzusetzen.

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Organe des Vereins

 Organe des Vereins sind:

  1. Die Mitgliederversammlung
  2. Der Vorstand

 Der Vorstand besteht aus:

  1. 1.Vorsitzender
  2. 2.Vorsitzender
  3. Kassierer
  4. Kassenwart
  5. Schriftführer

Der Vorstand wird auf die Dauer von 5Jahren gewählt.
Er führt die Geschäfte bis zur Wahl des neuen Vorstandes weiter.
Dem Vorstand obliegt die Führung des Vereins nach einer von Ihm zu beschliessenden Aufgabenzuteilung.
Vorstand im Sinne des § 26 BGB sind nur der 1. Und 2. Vorsitzende.
Jeder von Ihnen ist zur Vertretung des Vereins selbsttändig berechtig.

§6

Mitgliederversammlung

Jedes Jahr hat mindestens eine Mitgliederversammlung stattzufinden.
Die Mitglieder können die Einberufung einerMitgliederversammlung
mit einer Mehrheit von 1/3 aller aktiven Mitglieder verlangen.
Die Mitgliederversammlung ist vom Vorstand unter Bekanntgabe der Tagesordnung schriftlich
mit einer Frist von 14 Tagen einzuberufen.
Über die Mitgliederversammlung ist ein Protokoll zu fertigen,
welches vom die Versammlung leitenden Vorstandsmitglied zu unterzeichnen ist.
Die Mitgliederversammlung beschließt grundsätzlich mit einfacher Mehrheit
der erschienenden Mitglieder.
Satzungsänderungen und der Beschluß über die Auflösung des Vereins
bedürfen der Mehrheit von 2/3 der erschienenen Mitglieder.
Zur Änderung des Zwecks des Vereins ist die Zustimmung aller Mitglieder erforderlich;
die nicht erschienenen Mitglieder müssen ihre Zustimmung schriftlich erteilen.
Bei Auflösung undAufhebung des Vereins oder bei Wegfall seines bisherigen Zwecks
fällt das Vermögen des Vereins der Gemeinde Mechernich zu,
die es unmittelbar und ausschließlich für gemeinnützige Zwecke zu verwenden hat
und zwar insbesondere zum Wohle und Nutzen des Ortes Voißel.

 

Aktivitäten

 

Dieser Verein wurde am 9.Dezember 1975 in der Geschäftsstelle des Amtsgericht Euskirchen
 unter VR 451 in das Vereinsregister eingetragen.

1974 Abbau der Halle in Nörvenich

1975 Aufbau der Halle

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Erster Spatenstich

Einschalungsarbeiten

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Kanalverlegearbeiten

Maurerarbeiten


(24.5.1975 Richtfest vom Dorfgemeinschaftshaus)

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Zeitungsbericht vom 26.Mai 1975

Grund zum Feiern hatte Samstag die Voißeler Dorfgemeinschaft.
Sie konnte dem neuen Gemeinschaftshaus den Richtkreis aufsetzen.
Seit März opfern die meisten Mitglieder der
36 köpfigen Dorfgemeinschaft jede freie Stunde beim Bau des Gemeinschaftshauses
auf einem gemeindeeigenem Grundstück in einer Bundeswehrlagerhalle.
Die Halle wurd vor einem Jahr in Nörvenich beschafft,
wo die Bundeswehr mehr als 20 Hallen verschenkte.
Einzige Bedingung war der Abbau.
Nachdem die Voißeler die Halle besaßen, gründeten sie die Dorfgemeinschaft
und verhandelten mit Gemeinde und Kreis über den Wiederaufbau.
Die Gemeinde Mechernich, die im vergangenen Jahr die Voißeler Schule verkauft
und damit dem Ort die einzige Versammlungsmöglichkeit und Sportlerumkleide genommen hatte,
spendete 40000 DM,
fertigte den Bauplan und stellte für die Erdarbeiten Bagger, Raupe und Lkw zur verfügung.
Die übrige Arbeit besorgten die Mitglieder der Dorfgemeinschaft.
Zum Jahresende soll das 10,50*24m große Gemeinschaftshaus fertig werden.
Es soll der Jugend,
den Erwachsenen und den Senioren des 185 Einwohner großen Dorfes zur Verfügung stehen.

In der Versammlung vom 26.März 1976 wurde beschlossen :
Es wird ein Dienstplan ab dem 11.4.1976 für den Thekendienst an Sonn-und Feiertagen
mit je 2 Persohnen eingeführt .(Bier aus Zapfanlage)

Am 10.Juli 1976 war die Einweihungfeier des neuen Dorfgemeinschaftshauses.

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Das Dorfgemeinschaftshaus am Tag der Einweihungsfeier 1.Vorsitzender der DGV Josef Henk und der Landtagsabgeordnete Josef Schick

                          
Zeitungsbericht vom 13.Juli 1976
Beispielhafte Eigeninitiative der Dorfbevölkerung

Eine bemerkenswerte Einweihungsfeier galt es Samstag in Voißel zu feiern.
Nach einer Planungs- und Bauzeit von nur 15 Monaten hatte ein Eifelort von nur 200 Einwohnern
eine Leistung vollbracht, die man in weitem Umkreis als einmalig bezeichnen kann.
Mit einer Eigenleistung, die nach Aussage eines Fachmannes einen Gegenwert von 70000DM darstellt,
hatten 40 Männer des Ortes eine Dorfgemeinschaftshalle erbaut,
die nach ihrer Einweihung vielfach genutzt werden kann.
So können hier sowohl Dorffeste als auch private Feierlichkeiten veranstaltet werden.
Die Dorfgemeinschaftshalle besteht aus einem Vorraum,
der gleichzeitig auch Schankraum ist und dem eigentlichen Aufenthaltsraum.
 Eröffnet wurde die Feierlichkeit mit einem schwunkvollen Marsch des Musikvereins Bleibuir.
 Der Vorsitzende der Dorfgemeinschaf , Josef Henk, begrüßte zur Einweihungsfeier
 Pfarrer Defesche und Stadtdirektor Helmut Rosen.
Seinen Dank richtete er an alle, die mitgeholfen hatten diese nachahmungswerte Idee in die Praxis umzusetzen.
 In einer kurzen Rückschau erinnerte Henk an die Anfänge und Schwierigkeiten beim Bau.
 Er erklärte, daß ohne das intakte Zusammengehörigkeitsgefühl und den großartigen Gemeinschaftsgeist
dies alles nicht hätte erreicht werden können.
Danach vollzog Pfarrer Defesche die Weihe des Gebäudes.
Der stellvertretende Bürgermeister Tannhäuser sprach dann vom guten Geist von Voißel und zitierte ein altes Voißeler Original, den alten Pickoro, der einmal gesagt haben soll:
"Es gibt gute Menschen, es gibt schlechte Menschen und es gibt Voißeler".
Gemeint ist damit wahrscheinlich das besondere einer Dorfbevölkerung,
die harmonisch zusammengewachsen Solidarität praktiziert, und nicht nur darüber spricht.
Tannhäuser erklärte, das die Grundlage der Unterstützung durch die Gemeinde
die Bereitschaft der Bevölkerung zur Mitarbeit gewesen sei.
Die Hilfe der Gemeinde müsse getragen sein vom Willen der Bürger zum Engagement.
Er wünschte der Dorfgemeinschaft, daß der gute Geist weiter walten und Vorbild sein möge.
Stadtdirektor Rosen vergleicht dann Voißel mit einem anderen Ort in der Nähe ,
 in dem sich eine Bürgerinitiative gebildet habe, um gemeinsame Ziele und Interessen durchzusetzen.
Er sprach von dem berühmten Draht nach oben,
der seiner Meinung nach kein Ersatz für Sebsthilfe und aktives Zupacken sei.
Rosen bezeichnete das Geleistete als beispielhaft praktizierte Selbsthilfe.
Er versprach weiterhin Hilfe, weil, wie er sagte, hier ein Beweis dafür geliefert worden sei,
daß es auch andere Wege gebe als der dauernde Ruf der Bürger nach Vorleistungen durch die öffentliche Hand.
Der Kreistagsabgeordnete Josef Schick überreichte dann eine Geldspende für die weitere Ausgestaltung.
Der Kaller Bürgermeister Werner Schumacher wies auf den "kleinen und großen Grenzverkehr"
 zwischen Kall und Voißel hin und versicherte,
daß Voißel wenn auch zu Mechernich gehörend, dennoch von Kall Hilfe erwarten könne.

Da seit dem 1.1.1980 das Dorfgemeinschaftshaus keine öffentliche Gaststätte mehr war ,
wurde das Zapfbier abgeschaft und der Thekendienst auf 1.Persohn beschränkt.

Für den Wirtschaftsraum wurden 1984 drei neue Fenster angeschaft .

1987 wurden die restlichen Fenster im Saal erneuert.

1991 wurde das Hallendach von der Firma Klein komplett erneuert.

1993 wurde die Küche aufgebaut.

1994 wurden 150 neue Stühle für den Saal und neue Holzstühle für die Wirtschaft angeschaft.

1994 wurde der Kinderspielplatz gebaut und neue Lampen in der Wirtschaft aufgehangen.

1995 wurde eine neue Theke gebaut und eine neue Zapfanlage instaliert
so das ab dem 10.Juni 1995 wieder Zapfbier getrunken werden konnte.

1996 mußte ein neuer Heizungsofen angeschaft werden und der neue Dorfplatz wurde eingeweiht.

Desweiteren wurde ein Ziehbrunnen 1996 aufgestellt.

1997 wurde die Pergula vor dem Dorfgemeinschaftshaus errichtet und mit dem Anbau für das
Möbellager begonnen.

1998 wurde der Anbau fertiggestellt und neue Heizkörper im Wirtschaftsraum eingebaut.
1998/99 wurde der Sockel im Wirtschaftsraum gefließt.

25 Jahr-Feier der Dorfgemeinschaft Voißel am 29.Mai 1999

Festrede zur 25 Jahrfeier am 29.Mai 1999 von Willi Kremer

Zur 25 Jahre- Feier unserer DG Voißel heiße ich sie alle:
“herzlich willkommen“
euch liebe Mitglieder,
sie verehrte Gäste,-
und ganz besonders unsere Mitglieder,
die vor 25 Jahren unsere Dorfgemeinschaft gegründet haben und u.a. dieses Haus,
in dem wir heute feiern, eigenhändig gebaut haben.
Zunächst möchte ich sie alle höflichst bitten, sich von den Stühlen zu erheben,
damit wir der Mitglieder gedenken, die bereits verstorben sind.
Wir haben viele Gäste, auch aus den benachbarten Dörfern unter uns,
Vertreter von Dorfgemeinschaften,
von Sport- und Theatervereinen,
von Karnevalsvereinen,
ihnen allen: „Herzlich willkommen!“

Einige Gäste möchte ich namentlich begrüßen:
---unsere beiden Stellvertretenden Bürgermeister, Peter Wassong und Winfried Simons
---die Ortsvorsteher unserer benachbarten Dörfer, Paul Beul und Theo Schoddel
---die Repräsentanten aus Kreis und Stadtrat
CDU: Josef Schick und Johannes Ley
SPD: Robert Ohlert
UWV: Wulf Dietrich Simon
Grüne: Ralf Rübsam

Begrüßen möchte ich die ehemaligen Vorsitzende unserer DG:

Wilhelm Josef Henk

Stellvertretend für alle anwesende Damen,
begrüße ich herzlich Frau Klara Henk


Ewald Zart
Karl Kurth

Wir haben zu unserem Fest viele Gäste geladen, leider mussten einige absagen,
unser Pastor: Heinz Josef Arenz ist erkrankt.
Helmut Rosen, Stadtdirektor a.D. ist leider durch einen Trauerfall in der Familie verhindert.

Zum Schluß begrüße ich einen Verein, der die verschiedensten kirchlichen und weltlichen Feste
 hier in Mechernich und Umgebung bereichert,
aber auch in Belgien, Holland und Südfrankreich seit Jahren geschätzt wird:
Ich begrüße unseren Musikverein Bleibuirm mit seinem Vorsitzenden: Matthias Schorn und
stellvertretend für alle Musizierende: den Geschäftsführer:
Hermann Josef Kesternich, und dem Dirigenten: Volker Zart.

Vor 25 Jahren war der Musikverein Bleibuir bei der Einweihungsfeier
unseres Dorfgemeinschaftshauses auch dabei, damals unter der Leitung von Hubert Esch.
Wir freuen uns, dass ihr auch heute hier seid und unsere 25 Jahrfeier musikalisch mitgestaltet!

Nun zum weiteren Programmablauf:

--Zunächst darf ich Ihnen eine kleine komprimierte Zusammenfassung zur Historie unserer DG vortragen.
--Ursprünglich war geplant, das uns Heinen Paul, zwischendurch einen nun 25 Jahre alten Dokumentarfilm zeigt, vom Abbau der Halle in Nörvenich,dem Aufbau, dem Richtfest und der Einweihungsfeier in Voißel.
Das aber geht nicht, weil es zu dieser Zeit noch zu Hell ist.
Wir sehen den Film später, wenn es etwas dunkler ist.
Die Qualität dieser alten 8mm Filme, ist mit der heutigen Filmgeneration nicht mehr Vergleichbar,
aber wir, vor allem die, die damals dabei waren, werden sich sicher über diese Kostbarkeit freuen!
---Der Film dauert etwa 10 Minuten---

Nach dem Vortrag der Historie erfolgt die Ehrung der Jubilare,

Es wurden folgende anwesende Personen an diesem Tag mit einer Urkunde geehrt:

 

Wilhelm Josef Henk
Kurth Karl
Heinen Hermann
Heinen Matthias
Heinen Paul

Greuel Ludwig
Heiders Josef
Zart Ewald
Kolvenbach Hermann
Liebertz Paul
Liebertz Karl

Dann laden wir Sie zu einem bescheidenem Imbiß ein,
Hieran anschließend könnte, wer den Wunsch verspürt, egal ob Gast oder Mitglied der DG sich zu Wort melden.
---Hinweisen möchte ich noch auf die Stellwände,
hier haben wir auf 3 Seiten nur einige wenige Aktivitäten der Dorfgemeinschaft, über 25 Jahre dokumentiert.

Historie der Dorfgemeinschaft Voißel e.V.

--wir schreiben das Jahr 1972
Einziger größerer Versammlungsraum im Ort, war der Klassenraum in der alten Schule.
Bei Nikolaus- und Martinsfeier platzte dieser Raum sprichwörtlich aus allen Nähten.
Kirmes musste immer ein Zelt gemietet werden, und das war nicht nur teuer sondern auch recht arbeitsintensiv!
Nun fängt bekanntlich jedes bessere Märchen an mit den Worten:
“Es war einmal vor langer Zeit“
--und im Voißeler Märchen heißt es weiter:
da arbeitete ein junger Heizungsmonteur-Lehrling;
zu der Zeit gab es noch keine AZUBIS-;auf dem Flugplatz in Nörvenich.
--Er hörte davon, dass 3 große Hallen auf dem Flugplatzgelände abgerissen
oder aber verschenkt werden sollten.
“Dat wö jet för os, do künnte m`r jot Kirmes dren fiere“;
so oder ähnlich dachte und sprach Bernd,--
natürlich auch, als er wieder zurück in Voißel war.
--Dies vernahmen die Voißeler, und auch sie waren begeistert.
Begeistert über die Möglichkeit ein großes Haus mit einem großen Versammlungsraum zu besitzen,
endlich „Ne gruße Saal zum fiere, dat wö jet!“
--Einer von ihnen, Matthias Heinen, ging zum damaligen Ortsvorsteher, Wilhelm Josef Henk,
und teilte ihm das gehörte mit, und auch er war sofort faszimiert von der Möglichkeit,
die sich hier für Voißel bot!
--Schon bald fuhr er mit Fritz Henneke dem Leiter der Bleibuirer Raiba
und dem Ratsherrn Wolfgang Tannhäuser, dem früheren Lehrer der einklassigen Dorfschule in Voißel,
nach Nörvenich um die Hallen in Augenschein zu nehmen.
--und es kam wie es kommen musste,
bereits im Herbst 1972 wurde auf einer Dorfversammlung letztendlich entschieden:
“Wir nehmen die Halle“
auch Pläne bezüglich des weiteren Vorgehens wurden geschmiedet,
und man darf davon ausgehen,
dass zu der Zeit in Voißel überall tagtäglich nur noch
von dem zukünftigen neuen Dorf-Feier Haus die Rede war.
--Am 2.März 1973 wurde bereits mit sach- und fachgerechten Demontage der Halle begonnen
und mehrere Traktorgespanne wurden mit Dach-Tür- Fenster und Wandelementen und Eisenträgern beladen.
Trotz dem Motto:“Viele Hände schnelles Ende“,wurde ein weiteres Wochenende,
an dem es leider kalt und regnerich war, allein für den Abtransport benötigt,
und wieder ein Wochenende um den Schutt in Nörvenich zu beseitigen.
Wichtig ist zu wissen, dass zu diesem Zeitpunkt noch keine Genehmigung,
zum Aufstellen der Halle vorlag
und dass die Voißeler auch noch keine Dorfgemeinschaft gegründet hatten,
letzteres aber war Vorraussetzung für die Genehmigung.
--Fast ein Jahr später, am 7.Februar 1974, war es soweit;
Wilhelm Josef Henk gründete mit 36 Voißelern die Dorfgemeinschaft.
Für Voißel ein wichtiges Ereignis, das besonders gewürdigt werden darf!
--Am 17. Januar 1975, fast 1 Jahr später, stellte die CDU- Fraktion im Rat der Gemeinde den Antrag
auf Errichtung eines Dorfgemeinschaftshauses;
--wörtlich heißt es da:
Der Rat möge beschließen:
Die Dorfgemeinschaft Voißel erhällt vom Verkaufserlös des ehemaligen Schulgebäudes zum Aufbau eines Dorfgemeinschaftshauses einen Baukostenzuschuß.
--In der folgenden Ratssitzung war die Diskussion und Entscheidung nicht einfach,
letztendlich fiel zwar die Abstimmung einstimmig für eine Voißeler Unterstützung aus, aber erst, nachdem ein Ratsherr forderte:“No jet denne Voißeler dat Jeld“
--Das war damals, aber auch aus heutiger Sicht, eine sehr kluge Entscheidung und ich darf auch nach 25 Jahren, im Namen der Dorfgemeinschaft herzlich Danke sagen!
Wenn ich richtig informiert bin, so sind 2 Gäste unter uns,
die damals bei der Ratsentscheidung mit für das neue DG- Haus gestimmt haben;
unsere beiden Bürgermeisterstellvertreter: Peter Wassong und Winfried Simons!

--In diese Zeit, zwischen Zusage des Gemeinderates und dem Baubeginn fiel nun folgende kleine,
aber wie ich meine, wichtige Begebenheit:

Der damalige Gemeindedirektor Rosen fährt durch Voißel, vermutlich waren ihm Bedenken gekommen:
“Wie können die Voißeler mit so wenig Geld;
--man dachte an 25000,-DM Zuschuß und 15000,-DM zinslosem Darlehen,
das war letzlich auch die Unterstützung der Gemeinde,
wie wollen die mit so wenig Geld ein so großes Haus bauen, das klappt niemals,
das wird eine ewige Baustelle, evtl. nur eine Baugrube!
Also mit dieser Einstellung fuhr Rosen durch Voißel.
--Er begegnete zufällig W.J. Henk,
der zufällig, im damals noch offenen Graben neben der St. Antonius Kapelle stand.
Also Rosen oben, Henk unten im Graben.
Rosen zu Henk:“Das mit dem Dorfgemeinschaftshaus in Voißel wird nichts“
Pause, Stille,
Henk zu Rosen:“Dann baue m`r se Schwatz, jebaut wed se!
Das war der ganze Wortwechsel zwischen den beiden.
Aber er zeigte große Wirkung,
denn ab sofort stellte der Bauhof einen Teil seines Fuhrparks den Voißelern
z.V.;Ludwig Greuel durfte u.a. den Bagger der Gemeinde viele Stunden, hier in Voißel einsetzen!
Überhaupt hat Rosen d.h. die Verwaltung, auch der Bauhof, von diesem Tage an, die Voißeler,
wo sie nur konnten unterstützt!
Dafür, von dieser Stelle aus, nochmals herzlichen Dank!
Unterstützung erhielten Voißeler aber auch von einigen Unternehmern,
ich darf erinnern an das Fuhrunternehmen: Mauel aus Schützendorf, an Miltz und Schumacher aus Kall!
Voißel gehörte zwar zu Mechernich,
aber der kleine Grenzverkehr zu Kall funktioniert auch heute noch ausgezeichnet!
--Nun weiter zur Historie:
---Baubeginn war Anfang März 1975 und bereits am 24.5.1975, also knapp 2 Monate später wurde
Richtfest gehalten.
---und am 10. Juli, nach nur 5 Monaten Bauzeit, wurde das neue Dorfgemeinschaftshaus in Voißel eingeweiht.
“Eine tolle Leistung“
---Ich habe bisher am heutigen Abend, nur von den Männern gesprochen, die die DG gegründet,
und dieses Haus gebaut haben.
--Es werden heute auch nur Männer der ersten Stunde eine Urkunde bekommen.
Aber Fakt ist, da? Die Frauen dieser Männer, an der DG,
wie auch am Erstellen dieses Hauses eine gleichwertige Leistung erbracht haben;
denn die Zeit, die diese Männer hier am Bau waren, fehlten sie daheim, in Haus und Hof,
diese Frauen mussten also neben ihrer Hausarbeit, zusätzlich die „Mannslücksarbeit“ verrichten.
Also auch den Frauen bebührt unser Applaus und unsere Anerkennung!
Das ist auch der Grund, dass unsere Frauen seit 1990 offiziell Mitglied und aktiv in der DG sind!
Und das ist auch gut so!
Noch ein besinnlicher Schlussgedanke:
Dieses Haus, ist neben der St. Antonius Kapelle,
Zentrum für ein aktives Leben in der dörflichen Gemeinschaft.
Aber erst wenn viele Bürger in der Gemeinschaft mitwirken
und bereit sind das Leben im Dorfe mitzugestalten, z.B. so, wie in den vergangenen 25 Jahren,
werden wir uns in Voißel auch zukünftig wohl fühlen!

Aktivitäten

2000 wurde das Dach und die Regenrinne am Anbau fertig gestellt.
Im September 2000 ist ein neues Dach für den Eingangsbereich erstellt worden.

Im November 2000 ist die Rückwand vom Anbau fertig verkleidet worden.

Am 16.03.2002 sind neue Eingangstüren zum Saal und zum Wirtschaftsraum eingesetzt worden.
Am 29.03.2002 wurde die Grünfläche um das DGH in Ordnung gebracht. Im Mai 2002 wurden die Toilettenräume neu gestrichen und in der Herrentoilette eine automatische Spülung eingebaut (Fotozelle)
Die Dorfgemeinschaft Voißel bekam das Nutzungsrecht für das Feuerwehrgerätehaus von der Stadt Mechernich zugesprochen.

Der Eingangsbereich zum Wirtschaftsraum wurde neu gefließt und gestrichen.
Es wurden neue Stapelstühle angeschaft.
Die alten Stapelstühle wurden verkauft und es wurden breitere Saaltische angefertigt.

Im Oktober 2002 wurde der Saalboden erneuert.
 


Am 14.01.2005 wurden auf der Jahreshauptversammlung
folgende Personen in den Vorstand gewählt:

1. Vorsitzender Keul Edgar
2. Vorsitzender Hertrampf Thorsten
Kassierer Pützer Christoph
Schriftführer Braun Frank
1. Beisitzer Heiders Sabine
2. Beisitzer Kurth Maria
3. Beisitzer Hilger Michael

Es wurde eine neue Satzung beschlossen die wie folgt aussieht

Satzung

§1

Verein

Der Verein führt den Namen:

Dorfgemeinschaft Voißel

mit dem Zusatz e.V. nach Eintragung in das Vereinsregister.
Sitz des Vereins ist Mechernich-Voißel.

§2

Zweck des Vereins

Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“
 der Abgabenordnung.
Zweck des Vereins ist die Förderung der Dorfgemeinschaft in allen Lebenslagen, des Umwelt- und Landschaftsschutzes, der Familien-,
Jugend- und Altenhilfe sowie die Aufrechterhaltung des sozialen Zusammenlebens in der Ortschaft Voißel.
Der Satzungszweck wird verwirklicht insbesondere durch

  • die Durchführung kreativer Veranstaltungen für Familien, Kinder und Senioren
    (wie z.B. Bastelnachmittage, Seniorennachmittage, Familientage und Zeltveranstaltungen)
  • die Heimat- und Brauchtumspflege
  • die Pflege des Kinderspielplatzes
  • Einrichtung und Unterhaltung eines Jugendraumes
  • Unterhaltung des Dorfgemeinschaftshauses

§3

Vereinsmittel

Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.
Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden.
Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins.
es darf keine Person durch Ausgaben,
die dem Zweck der Körperschaft fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütung begünstigt werden.

§4

Mitgliedschaft

Der Verein umfast

  1. Aktive Mitglieder
  2. Inaktive Mitglieder.

Der Antrag auf Aufnahme in den Verein ist schriftlich an den Vorstand zu richten ,
der über die Aufnahme entscheidet.Minderjährige bedürfen der Einverständniserklärung ihrer Eltern.
Jugendliche unter 14 Jahren können nicht in den Verein aufgenommen werden.
Jedes Mitglied kann unter Einhaltung einer Frist
von einem Monat seinen Austritt schriftlich gegenüber dem Vorstand zum Ende eines Kalenderjahres erklären.
Ein Mitglied kann wegen vereinsschädigen Verhaltens durch den Vorstand mit einfacher Mehrheit ausgeschlossen werden.

 

§5

Beiträge

Beiträge sind von der Mitgliederversammlung mit einfacher Mehrheit festzusetzen.

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Organe des Vereins

 Organe des Vereins sind:

  1. Die Mitgliederversammlung
  2. Der Vorstand

 Der Vorstand besteht aus:

1.Vorsitzender
2.Vorsitzender
Kassierer
Schriftführer
1. Beisitzer
2. Beisitzer
3. Beisitzer

Gesetzliche Vertreter im Sinne des § 26 BGB sind nur der 1. Und 2. Vorsitzende.
Jeder von Ihnen ist zur Vertretung des Vereins selbsttändig berechtig.

Der Vorstand wird auf die Dauer von 4 Jahren gewählt.Er führt die Geschäfte bis zur Wahl des neuen Vorstandes weiter.Dem Vorstand obliegt die Führung des Vereins nach einer von Ihm zu beschliessenden Aufgabenzuteilung.

§7

Mitgliederversammlung

Jedes Jahr hat mindestens eine Mitgliederversammlung stattzufinden.
Die Mitglieder können die Einberufung einerMitgliederversammlung mit einer Mehrheit von 1/3 aller aktiven Mitglieder verlangen.
Die Mitgliederversammlung ist vom Vorstand unter Bekanntgabe der Tagesordnung schriftlich mit einer Frist von 14 Tagen einzuberufen.
Über die Mitgliederversammlung ist ein Protokoll zu fertigen,
welches vom die Versammlung leitenden Vorstandsmitglied zu unterzeichnen ist.
Die Mitgliederversammlung beschließt grundsätzlich mit einfacher Mehrheit der erschienenden Mitglieder.
Satzungsänderungen und der Beschluß über die Auflösung des Vereins
bedürfen jedoch der Mehrheit von 3/4 der erschienenen Mitglieder.
Zur Änderung des Zwecks des Vereins ist die Zustimmung aller Mitglieder erforderlich;
die nicht erschienenen Mitglieder müssen ihre Zustimmung schriftlich erteilen.

 

§8

Auflösung

Bei Auflösung und Aufhebung des Vereins oder bei Wegfall seines bisherigen Zwecks
fällt das Vermögen des Vereins der Gemeinde Mechernich ,
die es unmittelbar und ausschließlich für gemeinnützige Zwecke zu verwenden hat
und zwar insbesondere zum Wohle und Nutzen des Ortes Voißel.

 Zum Herunterladen als PDF Datei (rechte Maustaste) Satzung der DGV 2005



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